Answer
Eine Fase am Rand der Nut verringert die effektive Kontaktfläche zwischen Ring und Nutwand. Dadurch erhöht sich die Lagerbelastung der verbleibenden Kontaktfläche. Wenn die Fase zu groß ist, wirkt sie wie ein „Keil“, der die axiale Schublast in eine radiale Komponente umwandelt, die dazu führt, dass sich der Ring „wölbt“ und aus der Nut herausspringt. Die übliche technische Praxis beschränkt die Nutfase auf maximal 5 % der radialen Ringwand. Wenn aus Fertigungs- oder Montagegründen eine größere Fase erforderlich ist, muss die Schubkapazität mit einem Korrekturfaktor $C_{chaf} = _x000c_rac{d_{actual} - chamfer}{d_{actual}}$ reduziert werden.