Answer
Wasserstoffversprödung entsteht, wenn beim Säurebeizen oder Galvanisieren atomarer Wasserstoff in den hochfesten Stahl aufgenommen wird. Der Wasserstoff wandert in Bereiche mit hoher Belastung (wie den Innendurchmesser eines Wundrings) und verursacht einen „verzögerten Sprödbruch“. Ein Ring sieht nach dem Galvanisieren möglicherweise perfekt aus, bricht jedoch Stunden später ohne Belastung ein. Zur Vorbeugung gehört Folgendes: 1) Die Verwendung mechanischer Beschichtungen oder Zinklamellenbeschichtungen (wie Geomet/Magni), die keine Elektrolyse erfordern. 2) Wenn Galvanisieren verwendet wird, ist unmittelbar nach dem Galvanisieren ein obligatorisches „Backen“ bei 375-400^{\circ}F$ für 4-24 Stunden erforderlich, um den Wasserstoff auszutreiben. Die Fehleranalyse versprödeter Ringe zeigt bei der REM-Untersuchung eine charakteristische „intergranulare“ Bruchfläche.