Answer
Die mathematischen Modelle für die Schubkapazität gehen von einer vollkommen rechtwinkligen Ecke sowohl an der Nut als auch an der gehaltenen Komponente aus. In der Realität weisen Fertigungswerkzeuge einen Eckenradius auf und Bauteile weisen häufig Fasen auf.
Auswirkungen und Berechnungsanpassung:
1. Radius-/Faseneffekt: Ein Radius ($r$) oder eine Fase ($ch$) an der gehaltenen Komponente verschiebt den Kontaktpunkt vom Nutgrund nach außen und erzeugt ein Biegemoment am Sicherungsring, das es aus der Nut herausdrehen kann.
2. De-Rating-Faktor-Kurve: Wenn die Fase ($ch$) am Gegenstück 0,1 \times H$ überschreitet (wobei $H$ die radiale Wand des Rings ist), sinkt die Schubkapazität exponentiell.
3. Formel zur Reduzierung der Schublast:
$$P_{corrected} = P_g \times \left( 1 - \frac{r_{mating}}{d_{groove}} \right)$$
Dabei ist $r_{mating}$ der Eckenradius des beibehaltenen Teils und $d_{groove}$ die Nuttiefe. Um dies auszugleichen, sollte ein dickerer, robuster Spiralring mit 2 oder 3 Windungen spezifiziert werden, der den Verdrehkräften standhält.