Answer
In Rutschkupplungen stellen Wellenfedern die Normalkraft $F_n$ bereit, die zur Erzeugung des Reibungsdrehmoments $T = \mu F_n R_e n$ erforderlich ist, wobei $\mu$ der Reibungskoeffizient, $R_e$ der effektive Radius und $n$ die Anzahl der Reibungsflächen ist. Bei der Installation muss gewährleistet sein, dass die Feder eine perfekt axiale Kraft ausübt. Jede Nichtparallelität der Gegenplatten führt zu ungleichmäßigem Verschleiß und „Rattern“. Da Rutschkupplungen erhebliche Wärme erzeugen, muss der Wellenfeder nach Möglichkeit vom direkten Kontakt mit dem Reibmaterial isoliert werden oder aus einer Hochtemperaturlegierung wie Inconel X-750 hergestellt werden. Darüber hinaus sollte die Federrate relativ flach (niedriger $k$) gewählt werden, um ein konstantes Drehmoment aufrechtzuerhalten, selbst wenn die Reibbeläge verschleißen und die Betriebshöhe der Feder zunimmt.