Answer
Beim manuellen Einbau von Spiralringen (besonders bei Multiturn-Ringen) muss der Ring in die Nut „gewandert“ werden, was zu einer Überbeanspruchung des Materials führen kann, wenn der Ring zu weit gedehnt wird. Automatische Wickelwerkzeuge verwenden einen Stößel und eine konische Hülse (für Bohrungen) oder einen konischen Dorn (für Wellen). Das Werkzeug dehnt den Ring bei seiner axialen Bewegung allmählich und gleichmäßig aus oder zieht ihn zusammen. Dies verhindert ein „permanentes Setzen“, indem sichergestellt wird, dass die Materialspannung unter der proportionalen Grenze $\sigma_p$ bleibt. In der Automobilproduktion mit hohen Stückzahlen sorgen automatisierte Werkzeuge auch für eine „Fehlersicherheit“ (Poka-Yoke), indem sie sicherstellen, dass der Ring vollständig sitzt. Sensoren können die endgültige axiale Position des Kolbens erkennen und bestätigen, dass der Ring in die Nut „eingeschnappt“ ist.