Answer
Eine dauerhafte Verformung wird erkannt, wenn die freie Höhe $H_0$ der Feder nach der Belastung deutlich geringer ist als die ursprüngliche Höhe $H_0$ bei der Herstellung. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Material über seine proportionale Grenze hinaus beansprucht wird. Die häufigste Ursache ist „übermäßige Kompression“, d. h. die Feder kommt zu nahe an ihre feste Höhe. Die Spannung in fester Höhe $\sigma_s$ sollte niemals die Streckgrenze $\sigma_y$ überschreiten. Wenn eine Konstruktion erfordert, dass die Feder nahezu fest zusammengedrückt wird, kann ein „Voreinstellungsvorgang“ (Komprimieren der Feder auf den festen Zustand während der Herstellung) durchgeführt werden, um die anfängliche Verformung zu „entfernen“ und vorteilhafte Restspannungen zu erzeugen. Eine weitere Ursache ist die „thermische Entspannung“, bei der die Betriebstemperatur die Grenzen des Materials überschreitet, was dazu führt, dass sich die Mikrostruktur neu anordnet und ihre elastische Energie verliert.