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Nach welchen Beweisen sollte bei einer forensischen technischen Untersuchung gesucht werden, wenn ein Spiralring durch „Scheren“ versagt?

2026-06-16 FAQ

Scherversagen tritt auf, wenn die Axiallast $P$ die Scherfestigkeit des Ringquerschnitts übersteigt. Zu den forensischen Beweisen für ein Scherversagen gehört ein sauberes, poliertes Erscheinungsbild auf der gescherten Oberfläche des Rings, oft mit einer deutlichen „Stufe“ zwischen dem Teil des Rings, der in der Nut verblieben ist, und dem Teil, der herausgedrückt wurde. Das unterscheidet sich vom „Anrichten“...

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Scherversagen tritt auf, wenn die Axiallast $P$ die Scherfestigkeit des Ringquerschnitts übersteigt. Zu den forensischen Beweisen für ein Scherversagen gehört ein sauberes, poliertes Erscheinungsbild auf der gescherten Oberfläche des Rings, oft mit einer deutlichen „Stufe“ zwischen dem Teil des Rings, der in der Nut verblieben ist, und dem Teil, der herausgedrückt wurde. Dies unterscheidet sich vom „Dishing“-Fehler, bei dem der Ring Anzeichen von Biegung und Verdrehung aufweist. Die Messung der Rillentiefe $d$ und der Ringdicke $T$ nach dem Ereignis ist von entscheidender Bedeutung. Wenn der Ring abgeschert ist, deutet dies oft auf eine unerwartete Stoßbelastung oder eine deutliche Unterschätzung der statischen Schubkraft hin. Man muss auch auf „Abrieb“ an den Ringflächen prüfen, was darauf hindeutet, dass es vor dem letzten Scherereignis zu einem Gleiten unter hohem Druck gekommen ist.

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