Answer
Die Schubkapazität wird oft eher durch das Nutmaterial als durch den Ring selbst begrenzt. Die zulässige Schublast $F_g$ ergibt sich aus $F_g = \frac{D %d \pi \sigma_y}{K}$, wobei $D$ der Wellen-/Bohrungsdurchmesser, $d$ die Nuttiefe, $\sigma_y$ die Streckgrenze des Nutmaterials und $K$ ein Sicherheitsfaktor (typischerweise 2) ist. Bei weichen Materialien wie Aluminium 6061-T6 verformt sich die Nut häufig am Rand plastisch, was dazu führt, dass der Ring „wölbt“ oder kippt. Durch diese Neigung wird die wirksame Scherfläche verringert, was zu einem vorzeitigen Auswurf führt. Ingenieure müssen sicherstellen, dass die Rillentiefe $d$ ausreicht, um die Druckspannung unter der Streckgrenze zu halten.