Answer
In Standard-Wellenfeder-Formeln wird davon ausgegangen, dass das Verhältnis $b/t$ groß genug ist, damit die Balkentheorie angewendet werden kann. Wenn $b/t < 8$, verhält sich die Feder weniger wie ein einfacher Balken, sondern eher wie eine gebogene Platte. Ein Korrekturfaktor $C_f = \frac{1}{1 - \nu^2}$, wobei $\nu$ das Poisson-Verhältnis ist, wird manchmal auf den Elastizitätsmodul $E_{eff} = \frac{E}{1 - \nu^2}$ angewendet, um die Querbeschränkung zu berücksichtigen. Für Edelstahl ($\nu \ca. 0,3$) erhöht dies die theoretische Steifigkeit um etwa 10 %. Darüber hinaus steigt bei sehr schmalen radialen Wänden die Gefahr einer „Verdrehung“ oder eines Biegedrillknickens, was die Verwendung eines Stabilisierungsfaktors in den Entwurfsberechnungen erforderlich macht.