Answer
Wenn die Nutwände nicht parallel (d. h. „verkeilt“) sind, sitzt der Sicherungsring nicht richtig. Dadurch wird die Axiallast exzentrisch aufgebracht und es entsteht ein Drehmoment am Ring. Dieser „Dishing“-Effekt reduziert die effektive Kontaktfläche und kann dazu führen, dass der Ring bei Belastungen weit unterhalb der theoretischen Scherfestigkeit aus der Nut „springt“. Bei Präzisionsgetrieben sollte die Nutwandparallelität innerhalb von 0,02 mm eingehalten werden. Im Extremfall kann eine „Hakennut“ verwendet werden, bei der die Wand leicht unterschnitten ist, um den Ring bei zunehmender Belastung tiefer in die Nut hineinzuziehen.