Answer
Die Nut muss tiefer als die Ringdicke $t$ sein und scharfe Ecken haben, um den Momentenarm der aufgebrachten Schublast zu minimieren. Der standardmäßig zulässige Nuteckenradius beträgt typischerweise 0,1 bis 0,2 mm. Wenn die Nut zu flach ist oder einen zu großen Radius aufweist, kann der Ring „eintauchen“ oder eine elastische Verformung erleiden, was zu einem vorzeitigen Ausfall durch einen „Roll“-Mechanismus und nicht durch reine Scherung führt. Die Scherfestigkeit des Rings wird als $P_s = D \cdot t \cdot \pi \cdot \tau_{ult}$ berechnet, während die Nutstreckgrenze $P_g = D \cdot d \cdot \pi \cdot \sigma_y / S$ beträgt, wobei $d$ die Nuttiefe und $S$ ein Sicherheitsfaktor ist. Idealerweise sollte das Nutmaterial (häufig weicher als der Ring) der begrenzende Faktor sein und so ausgelegt sein, dass es leicht nachgibt, um die Last zu verteilen.