Answer
Federn aus Kohlenstoffstahl (SAE 1070–1090) sind anfällig für Wasserstoffversprödung bei Säurereinigungs- oder Galvanikprozessen (z. B. Verzinken). Atomarer Wasserstoff diffundiert in das Kristallgitter und führt unter statischer Belastung zum Sprödbruch. Um dieses Risiko zu mindern, müssen Federn unmittelbar nach dem Galvanisieren einem „Einbrennprozess“ unterzogen werden, typischerweise bei $375^{\circ}F \pm 25^{\circ}F$ ($190^{\circ}C$) für mindestens 4 bis 24 Stunden, abhängig von der Härte und Dicke des Materials. Für kritische Luft- und Raumfahrt- oder sicherheitskritische Anwendungen werden mechanische Beschichtungen oder alternative Beschichtungen wie Zinklamellen (Geomet) bevorzugt, da sie keine elektrolytische Erzeugung von Wasserstoff erfordern.