Answer
Die meisten Wellenfedern werden im „Edge-Winding“-Verfahren (No-Tooling-Charge-Methode) hergestellt, bei dem Flachdraht auf die Kante gewickelt wird. Durch diesen Prozess bleibt der Kornfluss des Materials entlang der Längsachse des Drahtes erhalten, was ideal für die Federleistung ist. Im Gegensatz dazu führt das Stanzen von Federn aus Flachblech zu einer Querfaserorientierung und zu erheblicher Materialverschwendung. Das Kantenwickeln ermöglicht die Verwendung von vorvergütetem oder kaltreduziertem Draht, der eine höhere Zugfestigkeit und eine bessere Ermüdungslebensdauer aufweist. Die metallurgische Integrität der kantengewickelten Feder ist überlegen, da der Walzvorgang vorteilhafte Druckeigenspannungen an den Außenkanten des Drahtes hervorruft.