Answer
Ermüdungsversagen manifestiert sich typischerweise als sauberer, spröder Bruch, der von einem Wellenberg oder -tal ausgeht, wo die Biegespannung am höchsten ist. Mithilfe der Rasterelektronenmikroskopie (REM) werden „Streifen“ sichtbar – mikroskopisch kleine Grate, die jeweils einen Lastzyklus darstellen. Bei einer Kamm-zu-Kamm-Feder beginnt der Riss normalerweise am Innendurchmesser (ID) der Spitze, da dort beim Zusammendrücken die höchste Zugspannung auftritt. Wenn die Bruchoberfläche „Beach Marks“ (makroskopische Grate) aufweist, weist dies auf Perioden unterschiedlicher Belastungsintensität hin. Um ein erneutes Auftreten zu verhindern, muss der Spannungsbereich $Δ\sigma$ verringert oder die Oberflächenbeschaffenheit verbessert werden (z. B. durch Gleitschleifen), um Mikrokratzer zu entfernen, die als Spannungserhöhung wirken.