Answer
Wasserstoffversprödung entsteht, wenn beim Beizen oder Galvanisieren atomarer Wasserstoff in den hochfesten Kohlenstoffstahl aufgenommen wird. Unter Zugspannung wandern diese Wasserstoffatome an Korngrenzen und Rissspitzen und verursachen bei Belastungen weit unterhalb der Streckgrenze Sprödbruch. Um dies zu mildern, müssen die Federn innerhalb von 1–4 Stunden nach dem Plattieren bei etwa 375^{\circ}F$ ($190^{\circ}C$) 4 bis 24 Stunden lang „gebacken“ werden, um den Wasserstoff auszutreiben. Bei kritischen Anwendungen wird häufig eine mechanische Verzinkung oder die Verwendung von Edelstahl bevorzugt, um dieses Risiko vollständig auszuschließen.