Answer
Spannungsarmglühen ist ein thermischer Prozess, der nach dem Aufwickeln durchgeführt wird, um die Geometrie der Feder zu stabilisieren. Beim Kaltwickeln werden erhebliche Eigenspannungen in das Material eingebracht. Ohne Entspannung können diese Spannungen dazu führen, dass sich die Feder im Laufe der Zeit entspannt oder „kriecht“, was zu einem Verlust an freier Höhe und einer verringerten Last auf der Arbeitshöhe führt. Bei Kohlenstoffstahl erfolgt die Spannungsarmglühung bei 450^{\circ}F-500^{\circ}F$. Bei 17-7PH wirkt die Ausscheidungshärtung bei $900^{\circ}F$ auch als Spannungsabbau. Dieser Prozess „stellt“ die Wellen und stellt sicher, dass die Federrate $k$ über die gesamte Lebensdauer konstant bleibt. Das Überspringen dieses Schritts in einer hochpräzisen Anwendung führt zu einem „Lastverlust“ und einer möglichen Lockerung der Baugruppe.