Answer
Mithilfe eines konischen Dorns wird der Ring schrittweise aufgeweitet, während er auf den Schaft geschoben wird. Der Führungsdurchmesser des Dorns sollte etwas größer sein als der Schaftdurchmesser und der Kegelwinkel sollte zwischen $3^∘$ und $5^∘$ liegen. Ein steilerer Winkel erhöht die Gefahr einer Überbeanspruchung des Rings (permanente Setzung), während ein flacherer Winkel das Werkzeug übermäßig lang macht. Die Dornoberfläche muss gehärtet (HRC 58–62) und auf Hochglanz poliert sein ($R_a < 0,2 μm$), um Reibung zu minimieren und Abrieb zu verhindern. Bei Ringen mit mehreren Windungen muss der Dorn auch die „Aufwickelbewegung“ berücksichtigen, wenn sich der Ring ausdehnt, was häufig eine spiralförmige Einführung erfordert.