Answer
Die minimale Rillentiefe $d$ wird durch die Anforderung bestimmt, dass das Rillenmaterial die axiale Belastung ohne Nachgeben aufnehmen muss. Die Formel lautet $d = \frac{P \cdot K}{\pi \cdot D \cdot \sigma_y}$, wobei $P$ die Last, $K$ der Sicherheitsfaktor, $D$ der Durchmesser und $\sigma_y$ die Streckgrenze des Gehäusematerials ist. Darüber hinaus muss $d$ tief genug sein, um sicherzustellen, dass die radiale Wand $w$ des Rings weitgehend unter Wasser liegt. Eine gängige technische Faustregel besagt, dass $d$ mindestens $25\%$ bis $50\%$ der Ringdicke $T$ betragen sollte, um mechanische Stabilität zu gewährleisten. Wenn die Nut zu flach ist, führt das Wölbungsmoment dazu, dass der Ring versagt, indem er über die Nutkante „rutscht“, anstatt das Ringmaterial abzuscheren.