Answer
Beim Kantenwickeln (auch bekannt als „No-Tooling-Cost“-Wickeln) wird ein vorvergüteter Flachdraht auf die Kante gewickelt. Dieser Prozess bewahrt den Kornfluss des Materials entlang des Federumfangs, was die Ermüdungslebensdauer und die Lastkonsistenz deutlich verbessert. Im Gegensatz dazu wird beim Stanzen die Feder aus einem Blech gestanzt, was zu einer „Querfaser“-Ausrichtung an verschiedenen Punkten des Kreises führt, wodurch Schwachstellen entstehen, die anfällig für vorzeitiges Versagen sind. Darüber hinaus eliminiert das Kantenwickeln den mit dem Stanzen verbundenen Ausschuss und ermöglicht die einfache Herstellung von mehrgängigen Kamm-zu-Kamm-Federn mit Unterlegscheibenenden, die eine $360^∘$-Kontaktfläche für eine gleichmäßigere Lastverteilung bieten.