Answer
Bei der pharmazeutischen Herstellung muss Wellenfedern frei von allen organischen Verunreinigungen sein und über eine robuste passive Oxidschicht verfügen, um das Auslaugen von Metallionen zu verhindern. Durch die Dampfentfettung mit chlorierten oder fluorierten Lösungsmitteln werden Restöle aus dem Wickelprozess entfernt. Anschließend erfolgt die Passivierung gemäß ASTM A967, typischerweise unter Verwendung eines Salpeter- oder Zitronensäurebades. Durch die Passivierung wird freies Eisen von der Oberfläche gelöst und das Chrom-Eisen-Verhältnis im Oberflächenfilm erhöht, wodurch die Korrosionsbeständigkeit deutlich verbessert wird. Für Edelstahl 316 wird häufig Zitronensäure aus Umweltgründen und wegen ihrer Fähigkeit, Eisen effektiv zu chelatisieren, ohne die Grundlegierung anzugreifen, bevorzugt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Feder die FDA-Anforderungen an Sauberkeit erfüllt.