Answer
In der medizinischen Bildgebung (wie MRT) werden Wellenfedern oft kryogenen Temperaturen ausgesetzt. Wenn die Temperatur sinkt, steigt der Elastizitätsmodul $E$ von Edelstahl 302. Bei $-320^{\circ}F$ (flüssiger Stickstoff) kann $E$ beispielsweise um etwa 5–10 % im Vergleich zur Raumtemperatur ansteigen. Da die Federrate $k$ direkt proportional zu $E$ ($k \propto E \cdot b \cdot t^3$) ist, wird die Feder in kryogenen Zuständen deutlich steifer. Darüber hinaus kann 302 SS bei niedrigen Temperaturen eine teilweise martensitische Umwandlung durchlaufen, die seine magnetische Permeabilität leicht erhöhen kann. Für MRT-Anwendungen werden häufig nichtmagnetische Materialien oder speziell verarbeiteter Edelstahl 316 verwendet, um Bildverzerrungen durch Magnetfeldinterferenzen zu vermeiden.