Answer
„Federverformung“ ist der permanente Höhenverlust, der auftritt, wenn eine Feder zum ersten Mal auf ein Spannungsniveau zusammengedrückt wird, das die Proportionalitätsgrenze des Materials überschreitet. Um dies bei der Montage zu berücksichtigen, werden Federn oft mit einer freien Höhe $H_f$ konstruiert, die etwas über dem Nennwert liegt. Während des „Presidance“- oder „Cold Setting“-Prozesses drückt der Hersteller die Feder auf ihre feste Höhe zusammen. Dadurch entstehen vorteilhafte Eigenspannungen (Autofrettage-Effekt), die es der Feder ermöglichen, in Zukunft ohne weitere Verformung bei höheren Belastungen zu arbeiten. Wenn eine Feder nicht voreingestellt wurde, muss der Monteur einen Lastabfall von 5–10 % nach dem ersten thermischen oder mechanischen Zyklus berücksichtigen. Bei $17-7PH$ CH900 ist die Voreinstellung unerlässlich, um die Feder für Präzisionsinstrumentenanwendungen zu stabilisieren.