Answer
Galvanische Korrosion tritt auf, wenn zwei unterschiedliche Metalle in Gegenwart eines Elektrolyten (z. B. Salzwasser) in elektrischem Kontakt stehen. Edelstahl (302/316) ist edler als Kohlenstoffstahl. Bei diesem „galvanischen Paar“ fungiert das Gehäuse aus Kohlenstoffstahl als Anode und korrodiert bevorzugt, während der Edelstahlring als Kathode fungiert. Die Korrosion findet typischerweise innerhalb der Nut statt, wo das Gehäusematerial weggefressen wird. Dadurch wird der Ring „unterhöhlt“, was schließlich zum Verlust der Nutwand und zum Herausschleudern des Rings unter Last führt. In Meeresumgebungen wird dies durch die Verwendung passender Materialien, das Aufbringen von Schutzbeschichtungen oder den Einsatz von Opferanoden verhindert. Es gilt auch die „Flächenregel“: Eine kleine Anode (Gehäuse) und eine große Kathode (Ring) ist das Worst-Case-Szenario.