Answer
Edelstahl 316 (ASTM A313) wird aufgrund seines Molybdängehalts ausgewählt, der eine hervorragende Beständigkeit gegen Lochfraß und Spaltkorrosion in Chloridumgebungen bietet. Allerdings hat 316 SS eine geringere Zugfestigkeit ($S_{ut} \ca. 1100$ MPa im Federzustand) und einen niedrigeren Modul ($E \ca. 193$ GPa) als 17-7PH. Das bedeutet, dass eine 316 SS-Feder bei gleicher Belastung dicker sein oder mehr Wellen aufweisen muss. Im geglühten Zustand ist es nicht magnetisch, wird jedoch bei der Kaltumformung leicht magnetisch. Für Hochdruck-Chemikaliendichtungen ist es trotz der Leistungseinbußen im Vergleich zu 17-7PH oft die einzig praktikable Wahl.